Zum Hauptinhalt springen
Logo AWO Kreisverband Erding

Elternbeitragszuschuss wird gestrichen: Mutter zahlt 915 Euro im Monat

Ab 2027 fällt der staatliche Zuschuss von 100 Euro pro Monat für Kindergartenkinder weg. Julie Romic aus Eichenkofen muss dann für beide Kinder 915 Euro Kita-Gebühren zahlen – fast ihr komplettes Gehalt als Empfangskraft.

Landkreis – Die Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes soll ab 2027 die Finanzierung der Kindertagesstätten neu ordnen. Doch während der Freistaat von Bürokratieabbau und einer besseren Förderung spricht, herrscht bei Trägern und Eltern im Landkreis Erding vor allem eines: Unsicherheit.

Die bisherige Finanzierung deckt die gestiegenen Personal- und Betriebskosten nicht mehr ausreichend ab. Deshalb will der Freistaat mehr Geld direkt in die Kitas lenken und dafür unter anderem Familiengeld, Krippengeld sowie den Elternbeitragszuschuss umschichten. Der Zuschuss von 100 Euro pro Monat für Kindergartenkinder wird künftig nicht mehr direkt an die Eltern ausgezahlt, sondern auf alle Betreuungsformen verteilt.

Finanzielle Entlastung für die Träger

„Es ist gut, dass es eine finanzielle Entlastung für die Träger gibt. Die Fördergelder haben die Personal- und Betriebskosten nicht mehr abgedeckt“, sagt Eva Harmat. Sie ist Geschäftsführerin von Kinderland Plus, dem Träger von acht Kitas im Landkreis Erding. Unabhängig von der Reform würden die Beiträge in fast all ihren Einrichtungen zum 1. September angehoben. Ob die 100 Euro künftig an die Eltern quasi zurückgegeben werden können, sei noch offen. Harmat hält das jedoch für unwahrscheinlich.

Die Geschäftsführerin weiß gleichzeitig: Für die Eltern werde es zunehmend schwieriger, die Beiträge zu finanzieren. Das Jugendamt übernehme aber die Kosten für Eltern in einer finanziell prekären Situation, betont sie.

„Das ist Augenwischerei“, kritisiert Sandra Funke, Vorsitzende des Erdinger AWO-Kreisverbandes, der fünf Kindertagesstätten im Landkreis betreibt. Zwar stelle der Freistaat künftig mehr Geld für die Einrichtungen bereit, tatsächlich werde aber vor allem Geld umverteilt. „Viele Träger machen sich große Sorgen“, sagt Funke. Welche Auswirkungen die Reform letztlich habe, lasse sich derzeit noch gar nicht abschätzen.

Besonders kritisch sieht die AWO-Vorsitzende die Veränderungen bei der Elternförderung. Müssten Familien künftig rund 100 Euro monatlich mehr selbst tragen, bestehe die Gefahr, dass sie ihre Kinder seltener oder später in die Betreuung schicken. Das hätte auch Folgen für die Einrichtungen. „Dann verlieren wir Personal, statt dass wir welches gewinnen.“ Dadurch drohen unbesetzte Plätze und Stellenabbau. „Das ist kurzsichtig von der Regierung.“

Die Elternbeiträge seien bereits in die Wirtschaftsplanung eingerechnet. „Wir würden das Geld gerne an die Eltern weitergeben, doch uns als Träger sind die Hände gebunden“, sagte Funke. Ob mögliche Finanzierungslücken ausgeglichen werden, liege bei den jeweiligen Kommunen.

Anrufe von besorgten Eltern

Eine Erhöhung der Elternbeiträge sei derzeit nicht geplant, sagt Andrea Peis, Verwaltungsleiterin Kita-Verbund Erdinger Moos. „Unsere Elternbeiträge gehören bereits zu den niedrigsten im Landkreis Erding. Trotzdem möchten wir diese weiterhin stabil halten und die Familien entlasten.“ Das sei durch die Unterstützung der Gemeinden Oberding und Eitting möglich, die die Defizite der Einrichtungen mittragen.

Zum einen bringe die Reform einen höheren organisatorischen Aufwand mit sich, zum anderen „verändern sich die Rahmenbedingungen durch rückläufige Kinderzahlen“. Erst in einem Jahr könne Peis beurteilen, welche finanziellen Auswirkungen die neuen Regelungen tatsächlich haben werden.
„Uns ist aber bewusst, dass der Wegfall des bisherigen staatlichen Beitragszuschusses von 100 Euro für manche Familien trotzdem eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellen kann“, so Peis. Sie und Harmat berichten gegenüber der Heimatzeitung von Anrufen besorgter Eltern.

Besorgt ist auch Julie Romic, verheiratete Mutter von zwei Kindern: „Wir machen uns jeden Monat Gedanken um die Gebühren“, sagt sie. Ihr Sohn Robin (3) besucht bereits den Kindergarten, ihre Tochter Stella (9 Monate) soll ab September 2027 in die Krippe gehen. Romic rechnet vor: Wenn beide die Kita besuchen, werden Gebühren von 915 Euro monatlich fällig. Selbst verdiene sie voraussichtlich rund 1100 Euro netto pro Monat als Empfangskraft. „Wenn allein die Betreuung fast mein komplettes Einkommen verschlingt, frage ich mich ernsthaft, wie Familien das noch stemmen sollen.“

Betreuung verschlingt Einkommen

Die 25-jährige Eichenkofenerin hat das Gefühl, „dass Familien immer mehr leisten sollen und gleichzeitig immer weniger Unterstützung bekommen“. Oft habe sie den Eindruck, sie müsse arbeiten, um sich die Betreuung leisten zu können. Romic wünscht sich, „dass sich Politik und Gesellschaft wieder bewusst machen, dass Kinder keine finanzielle Belastung sind, sondern unsere Zukunft“.

Da die Gemeinden die Defizite ihrer Kitas mitfinanzieren, hat die Reform auch Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte. Von einer finanziellen Entlastung für die Kommunen spricht Wartenbergs Bürgermeister Christian Pröbst (CSU). „Um alle Kosten zu decken, reicht das Geld aber noch lange nicht aus.“ Die Elternbeiträge für das Kita-Jahr 2026/27 würden nicht weiter steigen.

Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) verteidigt die Reform. Sie soll Bürokratie abbauen und bis 2030 drei Milliarden Euro zusätzlich in die Kinderbetreuung investieren. Die Elternbeiträge sollten dadurch sozialverträglich bleiben.

Ferien mit Herz – das Projekt Bauspielplatz

Seit 20 Jahren gehört der Bauspielplatz in Erding zum Ferienprogramm und bietet Kindern Raum zum Bauen, Spielen und Ausprobieren.

Wenn die Sommerferien beginnen, gibt es für viele Kinder in Erding einen festen Termin im Kalender: den Bauspielplatz. Seit mittlerweile 20 Jahren gehört das Ferienprogramm für zahlreiche Familien einfach dazu. Manche Kinder kommen Jahr für Jahr wieder, echte „Wiederholungstäter“, wie sie von den Betreuern liebevoll genannt werden. Einige von ihnen bleiben dem Projekt sogar über ihre eigene Kinderzeit hinaus treu und unterstützen es später als Jugendbetreuer oder Praktikanten.

Wer den Bauspielplatz besucht, spürt schnell, was dieses Angebot so besonders macht. Hier dürfen Kinder einfach Kinder sein. Sie können spielen, entdecken, ausprobieren und sich auf Augenhöhe begegnen – ohne Leistungsdruck, ohne Zwang und ohne einen eng getakteten Alltag. Stattdessen stehen Kreativität, Gemeinschaft und jede Menge Spaß im Mittelpunkt.

Kreativität ohne Grenzen

Das Projekt Bauspielplatz des AWO Kreisverband Erding.Das Projekt Bauspielplatz des AWO Kreisverband Erding. © AWO Kreisverband Erding

Überall wird gebaut, gehämmert und gewerkelt. Aus Holz entstehen fantasievolle Bauwerke, Hütten und kleine Kunstwerke. Doch nicht nur das klassische Bauen gehört dazu. Die Kinder basteln mit Papier, Stoffen, Steinen, Beton, Perlen und Naturmaterialien. Ihrer Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Aus einfachen Materialien entstehen erstaunliche Werke, auf die die jungen Teilnehmer mit Recht stolz sein können.

Der Bauspielplatz entwickelt sich dabei immer weiter. In den vergangenen Jahren kamen zahlreiche neue Angebote hinzu, die den Kindern spannende Einblicke in unterschiedliche Themen ermöglichen. So lernen sie in einem Erste-Hilfe-Kurs, wie sie in Notfällen helfen können. Der Imkereiverein Erding stellt die faszinierende Welt der Bienen vor und erklärt, wie Honig entsteht. Gemeinsam werden Lehmöfen gebaut oder sogar Flöße konstruiert. Besonders beliebt ist auch das gemeinsame Marmeladekochen
mit Obst, das direkt auf dem Gelände des Bauspielplatzes geerntet wird.

Lernen fürs Leben ganz nebenbei

Das Projekt Bauspielplatz des AWO Kreisverband Erding.Das Projekt Bauspielplatz des AWO Kreisverband Erding. © AWO Kreisverband Erding

Neben Spiel und Kreativität vermittelt das Ferienprogramm wichtige soziale Kompetenzen. Die Kinder lernen, zusammenzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu lösen und Rücksicht aufeinander zu nehmen.
Viele Freundschaften entstehen hier ganz nebenbei – oft über mehrere Sommer hinweg.

Dass dieses besondere Ferienangebot seit zwei Jahrzehnten erfolgreich besteht, ist auch der Unterstützung zahlreicher Helfer und Partner zu verdanken. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Stadt Erding und das AWO-Jugendwerk, das das Projekt fördert, begleitet und unterstützt.

Das Projekt Bauspielplatz des AWO Kreisverband Erding.Das Projekt Bauspielplatz des AWO Kreisverband Erding. © AWO Kreisverband Erding

Nach 20 Jahren ist der Bauspielplatz weit mehr als nur ein Ferienprogramm. Er ist für viele Kinder ein Ort voller Erinnerungen, Abenteuer und Gemeinschaft und für manche sogar der Beginn eines Engagements, das sie viele Jahre begleitet. Genau das macht dieses Projekt zu etwas ganz Besonderem: Ferien mit Herz.

AWO Kreisverband Erding

Sozial engagiert: Vielfältiges Betreuungs- und Bildungsangebot beim AWO Kreisverband Erding

Kinder, Jugendliche und Familien erfreuen sich in den Einrichtungen des AWO Kreisverbands Erding liebevoller und kompetenter Betreuung. Seit über 100 Jahren gilt die Arbeiterwohlfahrt als verlässlicher sozialer Träger in der Region und bot seitdem schon vielen Kindern einen Ort zum Wohlfühlen und zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung. Rund 150 Mitarbeitende engagieren sich hauptamtlich in den Bereichen Kindertageseinrichtungen, Jugendsozialarbeit, Ganztagsangebote an Schulen sowie in sozialen Begegnungsstätten. In den Krippen, Kindergärten und Horten in Erding und Moosinning finden Kinder verschiedener Altersgruppen einen Raum der Geborgenheit, gleichzeitig werden ihre Selbständigkeit, Persönlichkeit und sozialen Kompetenzen nach einem modernen, pädagogischen Konzept gefördert.

AWO Kinderhaus Hand in Hand
AWO Kinderhaus Hand in Hand © AWO

Inklusion und Integration bereichern die Vielfalt in den Gruppen und gehören zum festen Bestandteil der AWO Philosophie. Ziel ist es, allen Kindern Teilhabe, Förderung und Wertschätzung zu ermöglichen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen, besonderen Bedürfnissen und erhöhtem Förderbedarf. Hier wird jedes Kind als Individuum mit seinen ganz persönlichen Stärken und als wertvoller Teil der Gemeinschaft gesehen.

Wertschätzung und Abwechslung

AWO Kinderhaus
AWO Kinderhaus © AWO

Als erfahrener und engagierter Ausbildungsträger im sozialpädagogischen Bereich bietet die AWO Erding praxisnahe und qualifizierte Ausbildungsplätze in den Kindertageseinrichtungen an. Wer in einem Arbeitsumfeld voller Wertschätzung, Vielfalt, Solidarität und Chancengleichheit eine Ausbildung zum:r Kinderpfleger:in oder Erzieher:in absolvieren will, wird vom Team herzlich willkommen geheißen. Die Ausbildung erfolgt auf Grundlage des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans und verbindet fachliches Lernen mit pädagogischer Haltung. Je nach Schulabschluss sind verschiedene Ausbildungsmodelle möglich, die zwischen zwei und fünf Jahre dauern.

AWO Zum Sonnenschein.
AWO Zum Sonnenschein. © AWO Kreisverband Erding

Wovon Auszubildende beim AWO Kreisverband Erding profitieren

  • Wertschätzende Teamkultur und regelmäßige Reflexion
  • Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams
  • Abwechslung durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Krippe, Kindergarten und Hort
  • Praxisnahe Ausbildung mit aktiver Einbindung in den Kita-Alltag
  • Feste Anleitung und Begleitung durch erfahrene pädagogische Fachkräfte
  • Raum für Mitgestaltung, Verantwortung und pädagogische Weiterentwicklung
  • Wertschätzende, inklusive und ressourcenorientierte Haltung
AWO Kinderhaus Am Fehlbach
AWO Kinderhaus Am Fehlbach © AWO

Wem die Arbeit mit Kindern und die Förderung ihrer Entwicklung am Herzen liegt, bewirbt sich direkt um einen Ausbildungsplatz oder schnuppert über ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in den sozialen Beruf hinein. Interessierte bekommen dadurch die Möglichkeit, erste Erfahrungen in den Kindertageseinrichtungen zu sammeln und sich später für eine Ausbildung zu entscheiden. 

AWO Kinderhaus
AWO Kinderhaus © AWO

Viele der heutigen Auszubildenden und Mitarbeitenden haben bereits diesen Weg als Einstieg gewählt und verfolgen nun eine weitere Karriere bei der Arbeiterwohlfahrt. „Ich finde die Ausbildung beim AWO Kreisverband Erding so toll, weil ich von Anfang an Teil des Teams war und echte Verantwortung übernehmen durfte“, erzählt Nico Schmidt, der inzwischen seine Erzieherausbildung abgeschlossen hat. „Besonders geschätzt habe ich die Unterstützung durch meine Praxisanleiter:innen – ich konnte viel ausprobieren und mich fachlich wie persönlich weiterentwickeln.“ Die Ausbildung war rückblickend eine gute Entscheidung: „Die Arbeit mit den Kindern und das positive Miteinander im Team haben mir gezeigt, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe.“
Bettina Friemel

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung:

Sie sind sozial engagiert und arbeiten gerne mit Kindern? Dann bewerben Sie sich als:

Kinderpfleger/in

Erzieher/in

Jugend stärken – JaS und Ganztagsklassen in Erding & Altenerding

Einblick in die AWO-Jugendsozialarbeit an Schulen

Seit über 25 Jahren ist die Jugendsozialarbeit an Schulen, JaS, ein fester Bestandteil des Engagements der AWO Erding in Erding und Altenerding. Diese langjährige Kontinuität, mit nur wenigen Personalwechseln, ermöglicht es, Schülerinnen und Schüler über viele Jahre hinweg verlässlich zu begleiten. So entsteht Vertrauen, das die Grundlage für diese Arbeit bildet.

Im Mittelpunkt steht immer der einzelne junge Mensch. Die Beratung ist ehrlich, wertschätzend und vertraulich, die Schülerinnen und Schüler werden ohne Vorurteile begleitet und lösungs- sowie ressourcenorientiert unterstützt. Dabei gilt: Hilfe erfolgt stets im Tempo der Kinder und Jugendlichen, freiwillig und ohne Druck. Die Angebote verstehen sich als Einladung, nicht als Verpflichtung.

Ein besonderes Highlight ist der Mittelschulbesuchstag an der Mittelschule Erding. Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen aus den umliegenden Grundschulen besuchen die Schule, lernen den Schulalltag kennen und bekommen einen lebendigen Eindruck davon, wie vielfältig und positiv Lernen dort gestaltet wird. Ziel ist es, mögliche Ängste abzubauen und Vorurteile zu entkräften, mit Erfolg: Viele Kinder gehen nach diesem Tag mit Vorfreude auf den bevorstehenden Schulwechsel nach Hause.

Unterstützung beim Übernehmen von Verantwortung

Ein weiterer wichtiger Baustein der Arbeit sind Projekte und Präventionsangebote. In den fünften Klassen stärkt das Programm „Ich, Du, Wir“ das soziale Miteinander, durch Spiele, Gespräche und Übungen werden Teamgeist, Empathie und gegenseitiger Respekt gefördert. Zudem gestaltet die AWO Erding aktiv das Tutoren- und Streitschlichterprojekt mit und unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte eigenständig zu lösen.

Auch im Bereich Gewaltprävention ist die AWO Erding engagiert: Mit dem Projekt „Zammg‘rauft“ wurden über viele Jahre hinweg gemeinsam mit der Polizei wichtige Impulse gesetzt, später wurde das Programm erfolgreich durch sozialpädagogische Fachkräfte weitergeführt.

Darüber hinaus organisiert die AWO Erding regelmäßig Projekte mit externen Fachstellen. Dazu gehören Selbstbehauptungskurse für Mädchen ab der 8. Jahrgangsstufe in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes sowie Fachkräften aus der Kampfkunst. Präventionsangebote zu digitalen Medien und sicherem Verhalten im Internet werden gemeinsam mit der Polizei durchgeführt, ebenso wichtig sind Projekte zur Prävention sexualisierter Gewalt sowie zur Suchtprävention, die mit erfahrenen Fachstellen umgesetzt werden.

Deutlich wird im Arbeitsalltag auch, wie stark das Angebot genutzt wird: Die Nachfrage nach Beratung und Unterstützung ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Immer mehr Schülerinnen und Schüler suchen aktiv das Gespräch, wenden sich mit ihren Anliegen an die JaS-Fachkräfte und nehmen die angebotene Hilfe in Anspruch. Dies zeigt zum einen den wachsenden Bedarf, zum anderen aber auch das große Vertrauen, das der AWO Erding entgegengebracht wird.

All diese Angebote haben ein gemeinsames Ziel: Junge Menschen sollen gestärkt werden, Orientierung erhalten und auf ihrem Weg zu selbstbewussten, verantwortungsvollen Persönlichkeiten begleitet werden. Der AWO Erding ist es ein großes Anliegen, Schule nicht nur als Lernort, sondern auch als Lebensraum zu gestalten, als einen Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche gesehen, gehört und unterstützt fühlen.

Kindertagesbetreuung mit Herz – AWO Kitas in Erding & Moosinning

Die AWO-Kitas in Erding und Moosinning arbeiten nach einem klaren Wertefundament. Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind.

„Als Arbeiterwohlfahrt im Kreisverband Erding erlebe ich täglich, wie wichtig liebevolle und fachlich fundierte Betreuung für Kinder ist. Unsere Kindertageseinrichtungen in Erding und Moosinning stehen genau für diese Form von Betreuung – mit Herz, Kompetenz und einem klaren pädagogischen Ziel: Kinder in ihrer gesamten Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.“ Janet Scheible, Fachreferentin

Ein Ort des Lebens, Lernens und Wachsens

Das pädagogische Leitbild des AWO Kreisverbands ist geprägt von einem klaren Wertefundament: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Diese Grundwerte der Arbeiterwohlfahrt sind für die Mitarbeitenden keine abstrakten Begriffe, sondern bilden die Basis des täglichen Handelns in den Kitas in Erding und Moosinning.

Das Kind im Mittelpunkt

Im Zentrum der pädagogischen Arbeit steht immer das einzelne Kind – mit seiner Persönlichkeit, seinen Stärken, Bedürfnissen und seinem individuellen Entwicklungstempo. Die Betreuenden verstehen jedes Kind als eigenständige, kompetente Persönlichkeit, die ihre Umwelt aktiv mitgestaltet.

Die Aufgabe als pädagogischer Träger ist es, Entwicklungsprozesse sensibel zu begleiten, Impulse zu setzen und eine Umgebung zu schaffen, in der sich Kinder sicher und geborgen fühlen. Denn nur wer sich angenommen fühlt, kann neugierig lernen und wachsen.

Bildung als ganzheitlicher Prozess

Das Team begreift Bildung als einen ganzheitlichen Prozess. Grundlage der Arbeit ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan.
Das bedeutet konkret:

  • Soziale Bildung: Kinder lernen Rücksichtnahme, Empathie und Konfliktlösung.
  • Sprachliche Bildung: Durch Gespräche, Geschichten, Lieder und Projekte wird Sprache aktiv gefördert.
  • Motorische Entwicklung: Bewegung im Gruppenraum, im Garten oder bei Ausflügen stärkt Körpergefühl und Koordination.
  • Kognitive Förderung: Forschen, Experimentieren und kreatives Gestalten regen Denkprozesse an.
  • Emotionale Bildung: Kinder lernen, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Dabei steht für das Lernen durch Spiel im Vordergrund. Spiel ist die elementare Form des Lernens – selbstbestimmt, kreativ und nachhaltig.

Einrichtungen – Vielfalt und Herz

In den Kindertageseinrichtungen betreuen die Mitarbeitenden die Kinder vom ersten Lebensjahr bis zur 4. Klasse. Jede Einrichtung hat ihren eigenen Charakter – doch alle verbindet ein gemeinsames pädagogisches Leitbild.

AWO Kinderhaus „Hand in Hand“ (Erding) – Vielfalt unter einem Dach

AWO Kinderhaus „Hand in Hand“.
AWO Kinderhaus „Hand in Hand“. © AWO Kreisverband Erding e. V.

Das Kinderhaus Hand in Hand ist das größte Haus und bietet eine große Anzahl an Betreuungsplätzen für Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort. Dadurch entsteht ein lebendiger Ort, an dem Kinder verschiedener Altersgruppen zusammenkommen, voneinander lernen und einander inspirieren.

Pädagogisch profitieren die Kinder von dieser Vielfalt: Die Jüngeren orientieren sich an den Älteren, während die älteren Kinder Verantwortung übernehmen und soziale Kompetenzen entwickeln. Die pädagogischen Fachkräfte gestalten den Alltag so, dass sowohl gemeinschaftliche Aktivitäten als auch altersgerechte Angebote ihren Platz haben. Kreative Projekte, Bewegung, Sprachförderung und freies Spiel sind feste Bestandteile des Tagesablaufs.

AWO Kinderhaus „Zum Sonnenschein“ (Erding) – ein freundlicher Ort zum Spielen und Lernen

AWO Kinderhaus „Zum Sonnenschein“.
AWO Kinderhaus „Zum Sonnenschein“. © AWO Kreisverband Erding e. V.

Das Kinderhaus „Zum Sonnenschein“ bietet Familien ein vielfältiges Betreuungsangebot. In der Einrichtung stehen mehrere Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen sowie eine altersgemischte Gruppe zur Verfügung. Dadurch entsteht eine lebendige Gemeinschaft, in der Kinder voneinander profitieren und soziale Kompetenzen ganz selbstverständlich wachsen.

Die hellen und freundlichen Räume schaffen eine angenehme Atmosphäre, in der sich Kinder schnell wohlfühlen und frei entfalten können. Auch die großzügigen Spiel- und Funktionsbereiche bieten viele Möglichkeiten für Bewegung, Kreativität und gemeinsames Entdecken.

Die pädagogische Arbeit im Kinderhaus „Zum Sonnenschein“ ist von hoher Qualität geprägt. Das engagierte Team begleitet die Kinder liebevoll und professionell in ihrer Entwicklung. Durch abwechslungsreiche Angebote, strukturierte Tagesabläufe und viel Raum für freies Spiel fördern die Betreuenden sowohl individuelle Interessen als auch die sozialen Fähigkeiten der Kinder.

AWO Kinderhaus „Märchenmond“ (Erding) – Integration und Inklusion im Mittelpunkt

AWO Kinderhaus „Märchenmond“.
AWO Kinderhaus „Märchenmond“. © AWO Kreisverband Erding e. V.

Das Kinderhaus Märchenmond bietet Krippen- und Kindergartenplätze für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen an. Ein besonderer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt hier auf Integration und Inklusion.

Das bedeutet: Jedes Kind ist willkommen und wird mit seinen individuellen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Hintergründen gesehen und respektiert. Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf lernen hier gemeinsam, spielen miteinander und entdecken die Welt Seite an Seite.

Die pädagogischen Fachkräfte schaffen bewusst eine Umgebung, in der Vielfalt als Bereicherung erlebt wird. Durch gezielte Förderangebote, kleine Gruppenarbeiten und eine enge Zusammenarbeit mit Eltern sowie externen Fachstellen unterstützen die Betreuenden jedes Kind bestmöglich in seiner Entwicklung.

Für Eltern bedeutet das: Ihr Kind wächst in einer Gemeinschaft auf, in der Wertschätzung, gegenseitige Unterstützung und soziales Lernen selbstverständlich zum Alltag gehören.

AWO Kinderkrippe „Sternschnuppe“ (Erding) – Geborgenheit für die Kleinsten

AWO Kinderkrippe „Sternschnuppe“.
AWO Kinderkrippe „Sternschnuppe“. © AWO Kreisverband Erding e. V.

Die Kinderkrippe Sternschnuppe ist eine kleine, familiäre Einrichtung in einer charmanten alten Villa im Herzen von Erding. Besonders hervorzuheben ist der große, geschützte Garten, der den Kindern viel Raum für Bewegung, Naturerfahrungen und erste Entdeckungen bietet.

Die pädagogische Arbeit richtet sich speziell an die Bedürfnisse von Krippenkindern. In diesem sensiblen Lebensabschnitt stehen Bindung, Geborgenheit und Vertrauen im Mittelpunkt. Feste Bezugspersonen, liebevolle Rituale und ein klar strukturierter Tagesablauf geben den Kindern Sicherheit und Orientierung.

Gleichzeitig begleiten die Fachkräfte erste Entwicklungsschritte spielerisch: Sprache, Motorik, soziale Kontakte und Selbstständigkeit entwickeln sich in einer ruhigen und wertschätzenden Atmosphäre. Die familiäre Größe der Einrichtung ermöglicht eine besonders enge Beziehung zwischen Kindern, Eltern und unserem pädagogischen Team.

AWO Kinderhaus „Am Fehlbach“ (Moosinning) – Natur, Gemeinschaft und lange Tradition

AWO Kinderhaus „Am Fehlbach“.
AWO Kinderhaus „Am Fehlbach“. © AWO Kreisverband Erding e. V.

Das Kinderhaus Am Fehlbach in Moosinning bietet Betreuungsplätze in Krippe, Kindergarten und Hort, sodass Kinder hier über mehrere Jahre hinweg begleitet werden können.

Die Einrichtung liegt wunderschön am Rand der Gemeinde, umgeben von viel Natur. Diese Lage ermöglicht zahlreiche Aktivitäten im Freien: Spaziergänge, Naturbeobachtungen und Bewegungsangebote gehören selbstverständlich zum Alltag.

Das Haus ist seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil der Gemeinde Moosinning und genießt großes Vertrauen bei vielen Familien. Vor einigen Jahren wurde die Einrichtung durch einen modernen Anbau erweitert, wodurch zusätzliche Räume für pädagogische Angebote, Bewegung und gemeinschaftliche Aktivitäten entstanden sind.

Hier verbinden sich langjährige Erfahrung, gewachsene Gemeinschaft und moderne pädagogische Räume zu einem Ort, an dem Kinder sich entfalten und ihre Talente entdecken können.

Ein starker Partner für Kommunen und Familien

Abschließend lässt sich festhalten: Die AWO-Kindertageseinrichtungen sind weit mehr als Orte der Betreuung. Sie sind lebendige Bildungs- und Begegnungsorte, an denen Kinder in einer sicheren und wertschätzenden Umgebung aufwachsen können.

Gleichzeitig verstehen sich die Mitarbeitenden als starke und verlässliche Partner für Städte und Gemeinden im Landkreis Erding. Als erfahrener Träger von Kindertageseinrichtungen bringen wir pädagogische Kompetenz, organisatorische Erfahrung und ein klares Werteverständnis in die Zusammenarbeit mit Kommunen ein.

Sowohl durch die eigenen Einrichtungen als auch durch die Trägerschaft für kommunale Kitas leisten wir einen wichtigen Beitrag zur frühkindlichen Bildung und zur Unterstützung von Familien vor Ort. Ziel ist es, gemeinsam mit den Gemeinden nachhaltige und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote zu schaffen – für Kinder, Eltern und die Gesellschaft von morgen.

Mit Herz und Tatkraft: Was das AWO Ehrenamt in Erding bewegt


Ob beim wöchentlichen Kleider- und Warenladen, beim gemeinsamen Kaffee-Kranzl oder beim Brotbackkurs für die Tafel – der AWO-Ortsverein Erding erlebt jeden Tag, wie vielfältig und lebendig ehrenamtliches Engagement sein kann.

Gemeinsam mit dem AWO-Kreisverband entstehen Angebote, die Menschen miteinander verbinden und Gemeinschaft spürbar machen.

„Das Ehrenamt ist das Herz der AWO – Menschen helfen Menschen, ganz unkompliziert und mit viel Herzblut“, betont die Präsidiums- und Ortsvereinsvorsitzende, Gertrud Eichinger. „Unsere Ehrenamtlichen leisten unzählige Stunden, um anderen zu helfen oder einfach Begegnungen zu schaffen. Ohne sie gäbe es viele dieser Angebote schlicht nicht.“

Vielfalt, die verbindet

Das Engagement in Erding ist breit gefächert: Der Kleiderladen in der Friedrichstraße und der Warenladen in der Bachinger Straße, die jeden Freitagnachmittag geöffnet sind, bieten gut erhaltene Kleidung und Alltagsgegenstände zu günstigen Preisen an und schaffen gleichzeitig wertvolle Begegnungen. Beim monatlichen Kaffee-Kranzl wird Gemeinschaft gepflegt: Menschen kommen zusammen, tauschen sich aus und genießen ein paar unbeschwerte Stunden.

Ein besonderes Herzensprojekt ist der Brotbackkurs mit Dr. Markus Marschall, der unter anderem zugunsten der Erdinger Tafel stattfindet. „Brotbacken verbindet Tradition mit sozialem Engagement“, sagt Dr. Marschall. „Wir backen gemeinsam, verwenden hochwertige Biozutaten und geben das Brot anschließend weiter – das ist gelebte Solidarität im besten Sinn.“

Auch die weiteren Kursangebote stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen – gegen eine kleine Spende, unabhängig von Einkommen oder sozialem Hintergrund. „Bei uns zählt nicht der Geldbeutel, sondern das Miteinander.“

Impression vom Brotbacken

Engagement mit Herz und Sinn

Für die Ortsvereinsvorstände Sandra und Ralf Schreiber ist das Ehrenamt weit mehr als nur eine Aufgabe: „Wir machen das, weil wir spüren, wie viel ein freundliches Wort, eine helfende Hand oder eine gemeinsame Aktion bewirken können. Das Ehrenamt schenkt Sinn und stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt.“

Freiwilliges Engagement tut nicht nur anderen, sondern auch den Engagierten selbst gut. „Man bekommt so viel zurück – ein Lächeln, Dankbarkeit, echte Begegnungen. Das motiviert uns jeden Tag aufs Neue.“

Einladung zum Mitmachen

Der AWO-Ortsverein Erding steht für Solidarität, Menschlichkeit und Gemeinschaft. Wer sich engagieren möchte, findet viele Möglichkeiten, sich mit Zeit, Ideen oder Tatkraft einzubringen. „Jede und jeder kann etwas bewegen – ob regelmäßig oder punktuell, jede Stunde zählt.“

Weitere Informationen zu den Angeboten, Kursen und Mitmachmöglichkeiten gibt es unter www.awo-erding.de oder per E-Mail an ov-stadt-erding@awo-erding.de

Stark für Erding – Die AWO im Wandel

Einblicke in die Neugestaltung des AWO
Kreisverbandes Erding e. V.

Blickt man auf die vergangenen Jahre im AWO Kreisverband Erding e. V. zurück, wird deutlich, dass diese Zeit von notwendigen Veränderungen geprägt war. Mit der Neubesetzung der Geschäftsstelle begann ein Prozess der Neuordnung und Weiterentwicklung. Ziel war es, Strukturen zu klären, Arbeitsabläufe zu überprüfen und den Kreisverband organisatorisch neu auszurichten. In diesem Rahmen lag der Fokus darauf, Verlässlichkeit zu stärken und eine tragfähige Grundlage für die zukünftige Arbeit des Kreisverbandes zu schaffen.

Neuer Standort, neue Strukturen

Ein sichtbarer Schritt dieser Entwicklung war der Umzug des Büros. Mit dem neuen Standort in der Zur Niedermühle 4 ist der AWO Kreisverband nun zentral in Erding zu finden. Der Umzug war dabei weit mehr als nur ein räumlicher Wechsel. Er stand symbolisch für einen Neuanfang: moderne Arbeitsplätze, eine zeitgemäße technische Ausstattung und eine Umgebung, die Austausch und Zusammenarbeit fördert. Gleichzeitig hat der Verband diesen Schritt genutzt, um bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen und neu zu strukturieren. Abläufe wurden klarer definiert, Zuständigkeiten transparenter gestaltet und viele Arbeitsschritte digitalisiert.

„Die Neubesetzung der Geschäftsstelle war für den Kreisverband ein entscheidender Impuls, um Strukturen zu modernisieren und den Kreisverband zukunftsfähig aufzustellen“, betont Sandra Funke, hauptamtliche Vorständin. „Dabei war es dem Verband wichtig, nicht nur Prozesse zu verändern, sondern auch eine offene, wertschätzende Arbeitskultur zu etablieren.“

Neue Geschäftsstelle
Seit Frühjahr 2025 befindet sich die neue AWO Geschäftsstelle zentral in Erding an der Adresse Zur Niedermühle 4. © AWO Erding

Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand

Ein zentrales Anliegen war und ist für den AWO Kreisverband die enge Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt. Der AWO Kreisverband lebt vom Engagement vieler ehrenamtlich tätiger Menschen, die ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Erfahrung einbringen. Gleichzeitig braucht es ein professionelles hauptamtliches Fundament, das organisiert, koordiniert und unterstützt. In den vergangenen Jahren hat der Verband viel dafür getan, diese beiden Bereiche näher zusammenzubringen – durch regelmäßige Austauschrunden, transparente Entscheidungswege und eine Kommunikation auf Augenhöhe.
„Das Ehrenamt ist das Herzstück unseres Verbandes“, erklärt Gertrud Eichinger, Vorsitzende des Präsidiums. „Eine gute Zusammenarbeit mit dem Hauptamt ist für das Präsidium unerlässlich, damit Engagement wirksam wird und sich alle Beteiligten ernst genommen und unterstützt fühlen.“

Moderne Arbeitsweisen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der AWO Kreisverband setzt verstärkt auf digitale Kommunikation, flexible Arbeitsmodelle und projektorientiertes Arbeiten. Das ermöglicht es dem Verband, schneller auf neue Anforderungen zu reagieren und neue Ideen umzusetzen, ohne dabei die Grundwerte aus den Augen zu verlieren.

Zukunftsorientiert und verlässlich

Auch der Blick in die Zukunft ist ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung. Der AWO Kreisverband Erding e. V. steht vor vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen – vom demografischen Wandel über neue Formen des Ehrenamts bis hin zu wachsenden sozialen Bedarfen. Um darauf vorbereitet zu sein, entwickelt der Kreisverband kontinuierlich zukunftsorientierte Projekte, die sich an den Bedürfnissen der Menschen im Landkreis orientieren.

„Das Ziel ist es, den Kreisverband so aufzustellen, dass er auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für die Menschen vor Ort bleibt“, so Sandra Funke. „Dafür brauchen alle Beteiligten Mut zur Veränderung, klare Strukturen und den gemeinsamen Willen, Verantwortung zu übernehmen.“

Was besonders hervorzuheben ist, ist der Geist, der diesen Wandel trägt. Veränderungen gelingen nur dann, wenn viele Menschen sie gemeinsam gestalten. Die Offenheit, das Engagement und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, zeigen sich im AWO Kreisverband Erding e. V. im Haupt- wie im Ehrenamt jeden Tag aufs Neue.

Die Neugestaltung des Kreisverbandes ist kein abgeschlossener Prozess, sondern eine fortlaufende Entwicklung – getragen von starken Werten, engagierten Menschen und einem klaren Blick in die Zukunft.

Weitere Informationen zu den Angeboten, Kursen und Mitmachmöglichkeiten gibt es unter www.awo-erding.de oder per E-Mail an ov-stadt-erding@awo-erding.de

Gemeinsam ins neue Jahr – Die Arbeit der AWO für Erding und den Landkreis

Der AWO Kreisverband Erding startet mit einem Neujahrsempfang ins Jahr 2026. Der Verband bleibt ein wichtiger sozialer Akteur in Stadt und Landkreis Erding.

Der Start ins neue Jahr erfolgt mit dem Blick auf das, was verbindet: die Arbeit für die Menschen in Erding und im Landkreis. Den Auftakt bildet der Neujahrsempfang für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Dem AWO Kreisverband ist es wichtig, das neue Jahr bewusst gemeinsam zu beginnen, Raum für Begegnung zu schaffen und den Zusammenhalt innerhalb des Verbandes zu stärken.

„Der Neujahrsempfang ist für uns ein besonderer Moment: ein Dankeschön an alle, die mit ihrem Engagement, ihrer Zeit und ihrer Energie unsere Arbeit im Kreisverband tragen“, betont Sandra Funke, die hauptamtliche Vorständin.

Fünf Kindertageseinrichtungen im Kreisverband

Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit des AWO Kreisverbandes liegt im Bereich der frühkindlichen Bildung. Der AWO Kreisverband Erding e. V. betreibt insgesamt fünf Kindertageseinrichtungen. Jede Einrichtung hat ihr eigenes Profil, gemeinsam ist ihnen jedoch der hohe Anspruch, Kinder verlässlich, wertschätzend und mit hoher pädagogischer Qualität zu begleiten.
Die größte Einrichtung ist das Kinderhaus Hand in Hand mit den Bereichen Krippe, Kindergarten und Hort. Trotz seiner Größe legt der Verband großen Wert auf eine überschaubare, liebevolle Atmosphäre und ein vielfältiges Angebot für Kinder und Familien. Das Kinderhaus wird als Träger für die Stadt Erding betrieben. Ebenfalls für die Stadt Erding betreibt der AWO Kreisverband in Trägerschaft das Kinderhaus Märchenmond, das im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern konnte. Besonderes Herzstück ist die Integrationsgruppe, die bereits seit über zwanzig Jahren fest etabliert ist. In der Einrichtung werden sowohl Kindergarten- als auch Krippenkinder begleitet.

Jede Einrichtung hat ihr eigenes Profil.
Jede Einrichtung hat ihr eigenes Profil. © AWO Erding

Das Kinderhaus Zum Sonnenschein befindet sich im Eigentum des AWO Kreisverbandes und bietet mit insgesamt 126 Plätzen ein besonders großes Krippenangebot. Die Einrichtung liegt am Rande des Gewerbegebiets West und steht seit fast zwei Jahrzehnten für kontinuierliche und engagierte frühpädagogische Arbeit.

Mitten im Stadtgebiet von Erding ergänzt der Kreisverband das Angebot durch eine kleine Kinderkrippe mit 22 Plätzen. In einer vom Verband angemieteten alten Villa mit großem Garten und viel Schatten entsteht hier eine familiäre, geschützte Atmosphäre, in der sich Kinder und Familien willkommen fühlen.

In Moosinning betreibt der AWO Kreisverband für die Gemeinde ein Kinderhaus mit den Bereichen Krippe, Kindergarten und Hort. Ein weitläufiger, naturnaher Garten eröffnet den Kindern vielfältige Entwicklungs- und Erfahrungsräume. Dies seit über zwanzig Jahren.

Jugendarbeit und Bauspielplatz

Auch in der Kinder- und Jugendarbeit ist der AWO Kreisverband im Landkreis aktiv. An den beiden Erdinger Mittelschulen Lodererplatz und Altenerding bietet der Verband Jugendsozialarbeit an. Zusätzlich organisiert die AWO in Altenerding die Ganztagsklasse (GTK).

Das Jugendhaus am Bauspielplatz ist ein zentraler Ort für Kinder, Jugendliche, Haupt- und Ehrenamtliche. Seit über zwei Jahrzehnten findet hier das Ferienprogramm „Bauspielplatz“ im Rahmen der Ferienaktionen der Stadt Erding statt. Die Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren dürfen hier mit echten Materialien bauen – sägen, hämmern und gestalten selbstständig. Jedes Jahr fasziniert, welche kreativen Ideen die Kinder umsetzen und was ihnen zugetraut werden kann.

Das Jugendhaus selbst wird derzeit noch im kleineren Rahmen genutzt, interne Angebote laufen bereits. Besonders beliebt ist der auf Spendenbasis angeschaffte Brotbackofen, der sowohl für soziale Projekte als auch für Angebote des Haupt- und Ehrenamts genutzt wird. So entsteht hier ein lebendiger Ort, an dem gemeinsames Lernen, Engagement und praktische Erfahrungen miteinander verbunden werden.

Der AWO Kreisverband Erding e. V. betreibt insgesamt fünf Kindertageseinrichtungen.
Der AWO Kreisverband Erding e. V. betreibt insgesamt fünf Kindertageseinrichtungen. © AWO Erding

Verlässlicher Arbeitgeber und starkes Ehrenamt

Der AWO Kreisverband Erding e. V. ist zudem ein verlässlicher Arbeitgeber in der Region. Mit rund 130 bis 140 Arbeitsplätzen bietet der Verband seit den frühen 1990er-Jahren stabile Beschäftigung in sozialen Berufsfeldern.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit wird durch das Ehrenamt getragen. Über die Ortsvereine werden Angebote wie der Kleiderladen, der Warenladen sowie die monatlichen Kaffeekränzchen in der Münchner Straße organisiert. Diese Angebote richten sich an Menschen in besonderen Lebenslagen und schaffen Orte der Begegnung, des Austauschs und des gegenseitigen Miteinanders.

Besonders stolz ist der Kreisverband auf das eigene Jugendwerk. Hier engagieren sich junge Menschen mit viel sozialem Einsatz. Sie betreiben das AWO-Café in der Münchner Straße 17, das nicht nur ein Treffpunkt ist, sondern dessen Räumlichkeiten auch kostengünstig für Feiern und Veranstaltungen genutzt werden können.

„Für das neue Jahr wünsche ich uns allen Mut, Kreativität und Energie, weiterhin gemeinsam für die Menschen in Erding und im Landkreis aktiv zu sein“, so Sandra Funke.

Gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlich Engagierten geht der AWO Kreisverband so ins neue Jahr – mit dem Anspruch, für die Menschen in Erding und im Landkreis verlässlich da zu sein und die Arbeit verantwortungsvoll und gemeinschaftlich weiterzuentwickeln.

Kontakt

AWO Kreisverband Erding e. V.
Zur Niedermühle 4
85435 Erding
Telefon: 08122 89200330
E-Mail: geschaeftsstelle@awo-erding.de
Web: www.awo-erding.de

AWO Kreisverband: geschaeftsstelle@awo-erding.de

AWO Ortsverein Erding-Stadt: ov-erding@awo-erding.de

AWO Jugendwerk: jugendwerk@awo-erding.de

Größerwerden leicht gemacht

Das AWO-Kinderhaus Märchenmond stellt bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen die Kinderrechte in den Fokus.

30 Jahre Kinderhaus Märchenmond:
Die AWO-Einrichtung in Klettham feierte am Wochenende Geburtstag im
großen Stil. Beim Auftritt des Nachwuchses standen Kinderrechte im
Fokus. Ein Thema, das auch im Erziehungsalltag eine große Rolle spielt.

Das Wetter hatte es gut gemeint mit den Veranstaltern und Besuchern des
Jubiläumskinderhauses: Bei rund 30 Grad und Sonnenschein begrüßte
Einrichtungsleiterin Gizella Foskolos die zahlreichen Gäste. Die Kinder
wollten sich gleich zu den verschiedenen Stationen begeben – unter
anderem warteten an diesem Tag ein Märchentheater, Kinderdisco,
Schminken und vieles mehr auf sie.

Vor 30 Jahren die größte Kita Erdings

Doch zunächst stand der offizielle Teil an, in dem Foskolos unter anderem
aufzählte, dass seit der Eröffnung rund 1000 Kinder in der Einrichtung
gespielt und gelernt, Freundschafen geschlossen und wichtige Schritte in
Richtung Größerwerden gemacht hätten. Auch Sandra Funke,
Geschäftsführerin der Kreis-AWO, blickte zurück. Vor 30 Jahre sei der
Märchenmond mit damals sechs Gruppen die größte Kita in Erding gewesen.
Aktuell seien 90 Kinder in fünf Gruppen untergebracht.

Im Laufe der Jahre habe sich die Erziehung grundlegend geändert, berichtete Funke. Heute würden sich die Erzieher nicht mehr auf die Defizite des Nachwuchses konzentrieren, sondern vermehrt die Stärken und Ressourcen eines jeden einzelnen fördern.

Auch Inklusion spiele eine immer größere Rolle, dazu die Partizipation der Kinder: „Sie werden hier gehört, dürfen selbst Entscheidungen treffen.“ Kinderrechte wären im Märchenmond keine hohle Theorie. Und erlernte Kompetenzen beispielsweise bezüglich Empathie brauche die Gesellschaft heute immer dringender, so die Geschäftsführerin der Kreis-AWO.

Feierten 30 Jahre Märchenmond: (v.l.) Bartholomäus Aiglstorfer (Bauamt Stadt Erding), Gizella Foskolos (Märchenmond-Leiterin), Sandra Funke (Vorstand Kreis-AWO), Harry Seeholzer (3. Bürgermeister) und Franz Hofstetter (2. Landrat).
Feierten 30 Jahre Märchenmond: (v.l.) Bartholomäus Aiglstorfer (Kulturamt/Stadt Erding), Gizella Foskolos (Märchenmond-Leiterin), Sandra Funke (Vorstand Kreis-AWO), Harry Seeholzer (3. Bürgermeister) und Franz Hofstetter (2. Landrat). © Bernd Heinzinger

Dritter Bürgermeister Harry Seeholzer gratulierte im Namen der Stadt und fand es schön, dass viele der heutigen Eltern früher selbst den Märchenmond besuchten: „Es beweist das große Vertrauen, dass sie jetzt ihre Kinder dorthin schicken.“ Die zwei aktuell im Bau befindlichen Einrichtungen würden zeigen, dass Kinderbetreuung bei der Stadt Erding einen hohen Stellenwert habe. Den Kindern wünschte der Dritte Bürgermeister, dass sie in Freiheit aufwachsen dürften, so wie es ihnen zustehe: „Dazu gehört auch, dass sie mal auf einen Baum klettern dürfen, ohne gleich geschimpft zu werden.“

Vize-Landrat Franz Hofstetter betonte, dass nur dann eine unbeschwerte Kindheit möglich sei, wenn Eltern und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen Hand in Hand kooperieren. Den Reden folgte der große Auftritt der Kleinen. Dabei brachten sie Klötze auf die Bühne, auf denen die wichtigsten Kinderrechte standen. Beispielsweise Schutz vor Gewalt, Privatsphäre und Würde, Gleichbehandlung, Mitbestimmung oder ein Zuhause.

Die Einrichtungsleiterin bekräftigte, dass die Kinder im Märchenmond stets Mitspracherecht hätten. Sei es bei der Frage, welche Laternen zum Laternenfest gebastelt werden oder wie Feste ablaufen sollen: „Und wenn ihnen einmal etwas nicht gefällt, dann dürfen sie immer zu uns kommen und Kritik äußern.“ An der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Kinderhauses dürfte es aber keine Kritik gegeben haben.

Märchenzelt, Bar und Grillstation

Schnell huschten viele ins kleine Zelt, wo schon Märchenerzähler Jörg Fischer aus Augsburg wartete und Geschichten vom „Fuchs und Hasen“ oder dem „Großen schwarzen Hund mit den kleinen weißen Zähnen“ zum Besten gab.

Die erwachsenen Besucher machten sich derweil auf zur Cocktailbar und Grillstation und blickten in den großzügigen Gartenbereich des Märchenmonds. Viele von ihnen hatten schließlich dort selbst als Kind eine schöne Zeit verbracht.

Ansprechpartner*in für die Medien:
Sandra Funke, hauptamtliche Vorständin des AWO-Kreisverbands Erding, Telefon: 08122 89200330

Vier Personen stehen in einem Büro, beleuchtet von blauen und orangefarbenen Lichtern.

AWO Erding: Neues Präsidium

Neustart mit neuem Präsidium

Bei der außerordentlichen Kreiskonferenz am vergangenen Samstag den 26.02.2022, haben die Delegierten ein neues Präsidium für den AWO Kreisverband Erding e.V. gewählt.


Frau Gertrud Eichinger wurde als neue Vorsitzende des Präsidiums gewählt. Sie und ihre vier Stellvertretungen, Herr Dr. Markus Marschall, Herr Dino Oruc, Frau Anne Pohl und Frau Emel Sengüler, bilden das neue ehrenamtliche Aufsichtsgremium.


Frau Schley, Landesvorsitzende der bayrischen AWO, blickt voller Vorfreude in die Zukunft:


„Ich freue mich sehr, dass unser Kreisverband in Erding nun ein frisch gewähltes Präsidium hat und in geordneten Bahnen weiterlaufen kann. Ich danke den neuen Mitgliedern ganz herzlich für ihr Engagement und wünsche ihnen, dass sie ihre neuen Aufgaben mit viel Freude anpacken. Ich bin froh, dass wir jetzt einen echten Neuanfang geschafft haben beim Kreisverband Erding und die Querelen der Vergangenheit hinter uns lassen können.“


Auch Frau Eichinger stimmt dem vollends zu, sie „freut sich auf die Zukunft, in der wir gemeinsam mit den Präsidiumsmitgliedern und dem Vorstand den Kreisverband wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen und uns seinen vielfältigen und großartigen Aufgaben widmen wollen.“


Ansprechpartner*in für die Medien:
Florian Selg, hauptamtlicher Vorstand des AWO-Kreisverbands Erding, Telefon: 08122 1879699

Zeitungsartikel über den Bau eines neuen Gebäudes mit Bildern und Informationen zu den Plänen und dem Zeitrahmen.

20 Jahre voll spannender Geschichten

AWO-Kinderhaus Am Fehlbach in Moosinning feiert Geburtstag -Apfelbaum als Geschenk

Moosinning – Zwei Buben vom Hort begrüßten die Ehrengäste, zu denen auch Bürgermeister Georg Nagler (SPD) gehörte. In seiner kurzen Ansprache erinnerte er daran, dass damals das Gemeinderatsgremium und Altbürgermeister Rudi Ways (SPD) als kommunale Eltern für die Geburtsstunde der Einrichtung unter Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt gesorgt hätten.

Man fühlt sich willkommen“

Eigentlich hätte der Kindergarten „Zur Apfelwiesn“ heißen sollen, bevor man sich für den Namen AWO-Kinderhaus Am Fehlbach entschieden habe. Der fehlende Apfelbaum soll bald mit den Kindern gepflanzt werden. Einen Apfel brachte Nagler als symbolträchtiges Geschenk gleich zur Geburtstagsfeier mit.

Nagler lobte die engagierte Arbeit des Kinderhauspersonals und die einladende Atmosphäre. „Man fühlt sich willkommen“, sagte er. Das „Lachen der Kinder“ sorge dafür, dass die Einrichtung mit Leben erfüllt werde. Der stellvertretende Landrat Franz Hofstetter sprach von einem „offenen Haus, in dem sich die Kinder wohlfühlen“.

Die Vorsitzende des AWO-Präsidiums, Gertrud Eichinger aus Neufinsing, unterstrich „das gute Miteinander“ und dankte der Gemeinde für die zielgerichtete Weichenstellung und Begleitung. Eichinger ging zudem auf die kontinuierliche Weiterentwicklung ein. Die Einrichtung begann mit zwei Kindergarten- und einer Hortgruppe. Inzwischen gibt es drei Kindergarten-, zwei Krippengruppen und den Hort. Rund 130 Kinder zwischen einem und zehn Jahren werden betreut.

Die Vorsitzende des AWO-Kreisverbands Erding, Sandra Liebold, sprach ihren „Dank an alle Mitarbeitenden“ aus. Und die aktuelle Leiterin des Kinderhauses, Cindy Döll, bedankte sich wiederum bei Liebold, den zuständigen Fachreferentinnen Janet Scheible und Tanja Theismann, ihrem Team, den Familien und der Gemeinde für die Gemeinschaft und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir lernen jeden Tag von- und miteinander“, sagte sie und lenkte den Blick auf die Kinder sowie das Team aus Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Auszubildenden und Sozialpädagogen.

Zeitreise in die frühen 2000er

„20 Jahre Kinderhaus bedeuten tausend spannende Geschichten, aber auch die eine oder andere Träne“, sagte Döll, die auch die Bedeutung des gemeinsamen Lernens und die schönen Begegnungen hervorhob, welche die Einrichtung für viele Kinder „zu einem zweiten Zuhause“ machten.

Gemeinsam mit dem Betreuungsteam unternahmen die Kinder im Anschluss eine Zeitreise und ließen die vergangenen 20 Jahre Revue passieren. Sie zeigten liebevoll gestaltete Plakate mit einschneidenden Ereignissen aus Kultur und Weltgeschehen, dazu schauspielerische Einlagen wie wildgewordene Corona-Viren, jubelnde Fußballer zur WM 2014 oder nachgeahmte Film-Highlights von „Fluch der Karibik“ bis „Barbie“. Auch der Anbau, den die Gemeinde 2017/18 unter Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU) realisiert hat, kam vor. Die Kindertagesstätte wurde mit einem Bruttorauminhalt von 2670 Kubikmetern erweitert. Die Kosten inklusive Möblierung (Erstausstattung) lagen bei rund 2,2 Millionen Euro. Entstanden war am Fasanenweg auch ein Verbindungsgang in den Altbau, der von außen sonnengelb erstrahlt.

Die frühen 2000er – so das Motto – zogen sich unter anderem musikalisch durch die gesamte Jubiläumsfeier, die in eine lockere Sommerparty mündete. Für die Kinder gab es Spielstationen.

Eine Gruppe von Menschen steht zusammen vor einem Whiteboard

Pressemitteilung Erdbeben Türkei – Syrien

Liebe Mitbürger-innen in Erding,


im Nordwesten Syriens und im Süden der Türkei hat sich am 6. Februar ein Erdbeben der Stärke 7.8 ereignet. Dieses Erdbeben zerstörte Wohnhäuser, Gesundheitseinrichtungen und die Infrastruktur in der gesamten Region. Laut Medienberichten sind mehr als 40.000 Menschen gestorben, die Lage ist dramatisch und das Ausmaß der Zerstörung und deren Folgen sind kaum zu überblicken.


Seit dem 6. Februar sind viele Hilfsaktionen, Spendenaufrufe und andere Maßnahmen ergriffen worden, um vor Ort direkt helfen zu können, die internationale Gemeinschaft steht zusammen und hilft mit ihren Möglichkeiten in der Region.


Auch wir in Erding sind besonders betroffen, weil wir hier Mitbürgerinnen und Mitbürger haben mit türkischem oder syrischem Hintergrund, die seit dem 6. Februar für ihre Angehörigen in der Region beten, Spenden sammeln oder im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, zu helfen. An dieser Stelle möchten wir allen Menschen hier, die ihre Angehörigen verloren haben, unser tiefes Mitgefühl und unser Beileid aussprechen. Wir wissen, es ist eine schwierige Zeit und wir wissen, auch hier in der Bundesrepublik hat die Erde für Sie gebebt. Wir sind mit unseren Möglichkeiten für Sie da und versuchen im Rahmen unserer Kapazitäten Ihnen zu Seite zu stehen.


Liebe Erdingerinnen und Erdinger, an diesen Tagen sind Werte wie Solidarität, Humanität und ein starkes Miteinander sehr wichtige Errungenschaften, auf die wir als Gemeinschaft zurückgreifen können. Unsere Nachbarn, Kollegen, Freunde und Mitschüler, Kommilitonen, die aus diesen Regionen stammen, brauchen unsere Unterstützung und unser Mitgefühl, sprechen Sie sie an, gehen Sie auf sie zu, fragen Sie einfach, was Sie tun können, halten sie zusammen, reichen Sie Ihre Hand oder Ihre Schulter. Sie werden gebraucht.


Als Sozialverbände bitten wir Sie darum, an Ihnen vertraute Hilfsorganisationen zu spenden und in der schwierigen Zeit, insbesondere für unsere türkischen und syrischen Mitbürger-innen, als Gemeinde zusammen zu stehen und ihnen unsere Solidarität zu bekunden.


Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Erding e. V.
Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Erding
Caritaszentren Erding und Freising
Malteser Hilfsdienst e.V. Bezirk Oberbayern
Sozialverband VdK Bayern e.V., Kreisverband Erding

Gemeinsam Gutes tun

Dank der Initiative unseres Elternbeirats konnten wir im Kinderhaus eine Spendenaktion auf die Beine stellen. Dabei sind insgesamt 6 Kisten mit Spenden zusammengekommen. Alle Spenden gehen an die Nachbarschaftshilfe Erding e. V. und unterstützen Menschen in unserer Region. Ein herzliches Dankeschön an alle Familien, Kinder und Helferinnen und Helfer, die diese Aktion möglich gemacht haben.

v.l. Elternbeirat Lars Landau, Vorsitzende Petra Bauernfeind, Einrichtungsleitung Mariella Grasso-Adams
v.l.n.r.: Elternbeirat Lars Landau, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Petra Bauernfeind, Einrichtungsleitung Mariella Grasso-Adams