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Arbeiten mit Sinn – Die Mitarbeitenden der AWO Erding stellen sich vor

Was bedeutet eigentlich „Arbeiten mit Sinn“? Diese Frage hat die AWO Erding einigen ihrer Mitarbeitenden gestellt.

Ihre Antworten zeigen, wie vielfältig die Aufgaben bei der AWO Erding sind und was sie verbindet: die Freude daran, Kinder, Jugendliche und Familien zu begleiten, zu unterstützen und ihnen Chancen zu eröffnen.

Rund 130 Mitarbeitende engagieren sich täglich in den Kindertageseinrichtungen., in der Jugendsozialarbeit an Schulen, im Gebundenen Ganztag, in der Verwaltung und weiteren Bereichen. Jede und jeder leistet dabei einen wichtigen Beitrag.

Viele Aufgaben – ein gemeinsames Ziel

Ich arbeite als Jugendsozialarbeiterin an der Mittelschule Erding. Dort begleite ich Kinder und Jugendliche in unterschiedlichsten Lebenssituationen und bin Ansprechpartnerin für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte.Kathrin Müller-Stumpf, Jugendsozialarbeit an Schulen

Kathrin Müller-Stumpf,  Schulsozialpädagogin
Kathrin Müller-Stumpf, Schulsozialpädagogin © AWO Kreisverband Erding e. V.

Auch in den AWO Erding Kindertageseinrichtungen sind die Aufgaben vielfältig. „Ich bin Erzieher und arbeite im Kindergarten. Meine Aufgabe ist es, Kinder individuell zu begleiten, zu fördern und ihnen Geborgenheit und Orientierung zu geben“, erzählt Christino Grombach aus dem AWO Kinderhaus „Zum Sonnenschein“.

Eine besondere Perspektive bringt Susanne Kramer aus der Integrationsgruppe des Kinderhauses Märchenmond mit: „Ich bin seit 35 Jahren Heilerziehungspflegerin, angehende Sozialarbeiterin und arbeite in der Integrationsgruppe. Mein Schwerpunkt liegt darin, Kinder mit besonderem Förderbedarf individuell zu begleiten und zu fördern.“

Auch die Leitung eines Kinderhauses „Zum Sonnenschein“ verbindet pädagogische und organisatorische Verantwortung.

Besonders wichtig sind mir die pädagogische Qualitätsentwicklung und die Sicherstellung des Kinderschutzes im Alltag. Ebenso gehören die kooperative Teamführung, die Zusammenarbeit mit den Eltern und die Unterstützung meines Teams im pädagogischen Alltag zu meinen Aufgaben.Luisa Schimankiewitz

Verantwortung, die weit über den Alltag hinausgeht

Für Kathrin Müller-Stumpf gehören Beratungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften, Projekte sowie die Zusammenarbeit mit Jugendamt, Polizei, Beratungsstellen und therapeutischen Einrichtungen zum Alltag. „Oft sind wir die Schnittstelle zwischen Schule und den notwendigen Hilfsangeboten“, erklärt sie.

Kathrin Müller-Stumpf,  Schulsozialpädagogin
Kathrin Müller-Stumpf, Schulsozialpädagogin © AWO Kreisverband Erding e. V.

Auch Melanie Schlägel, Gruppenleitung und stellvertretende Einrichtungsleitung im AWO Kinderhaus Am Fehlbach, verbindet pädagogische und organisatorische Aufgaben: „Ich plane und organisiere den pädagogischen Alltag, führe Elterngespräche, dokumentiere Entwicklungsprozesse und gestalte gemeinsam mit den Kindern Projekte. Als stellvertretende Einrichtungsleitung übernehme ich zusätzlich organisatorische Aufgaben.“

Die kleinen Momente machen den Unterschied

Was die Mitarbeitenden an ihrer Arbeit besonders schätzen, sind häufig die kleinen Entwicklungsschritte.

„Ich darf Kinder und Jugendliche so wahrnehmen, wie sie sind – mit all ihren Stärken und Schwächen. Ich muss sie nicht bewerten oder benoten, sondern darf zuhören und sie ein Stück ihres Weges begleiten“, sagt Kathrin Müller-Stumpf.

Adrian A., Kinderpfleger
Adrian A., Kinderpfleger © AWO Kreisverband Erding e. V.

Für Adrian A., der seit acht Jahren als Kinderpfleger im Kinderhaus „Zum Sonnenschein“ arbeitet, sind es vor allem die Entwicklung und Selbstständigkeit der Kinder: „Mir macht es Freude zu sehen, wie sich die Kinder positiv und selbstständig entwickeln, ihren eigenen Charakter formen und dabei Spaß und Freude erleben.“

Auch Luisa Schimankiewitz erlebt diese Entwicklung täglich: „Besonders schön ist es, die täglichen Entwicklungsschritte der Kinder und ihr unbeschwertes Lachen mitzuerleben. Gleichzeitig schätze ich es sehr, ein motiviertes und herzliches Team begleiten zu dürfen.“

Warum ist Ihre Arbeit wichtig?

„Individuelle Förderung ermöglicht allen Kindern die gleichen Chancen auf Teilhabe und schafft die Grundlage für einen guten Start in die Schule“, sagt Susanne Kramer.

Susanne Kramer, Heilerziehungspflegerin
Susanne Kramer, Heilerziehungspflegerin © AWO Kreisverband Erding e. V.

Für Luisa Schimankiewitz geht es ebenfalls um Chancengleichheit: „Ich habe die Möglichkeit, Bildungs- und Chancengleichheit für jedes Kind von Anfang an zur Verfügung zu stellen. Wir können mit unserer Arbeit Familien entlasten und unterstützen und sind für sie ein verlässlicher Partner im Sozialraum.“

Auch Adrian A. sieht seine Arbeit als wichtige Ergänzung zur Familie: „Wir sind für die Kinder wichtige Bezugspersonen. Sie lernen mit uns, lachen und weinen, streiten, diskutieren und bewältigen gemeinsam mit uns ihren Alltag.“

Was bedeutet für Sie „Arbeiten mit Sinn“?

Für Christino Grombach bedeutet es vor allem, jeden Tag etwas Positives zu bewirken: „Jeden Tag einen positiven Beitrag für Kinder, Familien und unsere Gesellschaft zu leisten.“

Für Luisa Schimankiewitz geht der Gedanke noch weiter: „Ich kann meine Werte wie Toleranz und Gerechtigkeit aktiv an die Kleinsten unserer Gesellschaft weitergeben. Ich habe die Möglichkeit, einen positiven und nachhaltigen Fußabdruck in der Biografie eines Kindes zu hinterlassen.“

Luisa Schimankiwietz, Einrichtungsleitung
Luisa Schimankiewitz, Einrichtungsleitung © AWO Kreisverband Erding e. V.

Auch Kathrin Müller-Stumpf beschreibt sinnvolle Arbeit als eine Frage der Haltung: „Mit allen Sinnen bei den Menschen zu sein – aufmerksam zuhören, genau hinsehen und sich einfühlen. Wenn meine Arbeit Entlastung schafft oder Menschen dabei unterstützt, ihren eigenen Weg zu finden, dann ist sie sinnvoll.“

„Ich arbeite gerne hier, weil …“

Die persönlichen Gründe sind unterschiedlich – und doch haben sie eines gemeinsam: die Menschen und das Miteinander.

Christino Grombach, Erzieher
Christino Grombach, Erzieher © AWO Kreisverband Erding e. V.

„… wir die Werte der AWO – Respekt, Solidarität und Vielfalt – jeden Tag gemeinsam mit den Kindern leben“, sagt Christino Grombach.

Für Luisa Schimankiewitz ist es die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu gestalten: „Ich arbeite gerne hier, weil ich bei der AWO die Freiheit habe, gemeinsam mit einem tollen Team echte Chancengleichheit zu gestalten und die Kinder in ihrer Einzigartigkeit zu stärken.“

„… wir im Kinderhaus ein fantastisches Team sind und ich meine Arbeit mit den Integrationskindern eigenverantwortlich und mit viel Herz gestalten kann“, sagt Susanne Kramer.

Und Adrian A. beschreibt seine Verbundenheit mit dem Team besonders persönlich: „Ich fühle mich wertgeschätzt, wichtig und richtig hier!“

Gemeinsam Arbeiten mit Sinn

Die unterschiedlichen Geschichten zeigen: Arbeiten mit Sinn hat viele Gesichter. Pädagogische Fachkräfte begleiten Kinder in ihrer Entwicklung, Mitarbeitende der Jugendsozialarbeit unterstützen Jugendliche und Familien, Integrationsfachkräfte schaffen Teilhabe und Chancengleichheit und Leitungskräfte sorgen für Qualität und starke Teams.

Gleichzeitig sorgen Verwaltung, Hausmeisterservice und viele weitere Bereiche dafür, dass diese Arbeit im Alltag zuverlässig möglich ist.

130 Mitarbeitende – viele unterschiedliche Aufgaben – ein gemeinsames Ziel: Menschen zu unterstützen, Entwicklung zu ermöglichen und unsere Gesellschaft ein Stück mitzugestalten.

Das ist Arbeiten mit Sinn bei der AWO Erding.